300 Jahre Experimentalphysik an der Universität Wien – die Zeit von 1920 bis heute

Abstrakt1920 erfolgt eine Neuordnung der Physikalischen Institute. Ehrenhaft erhält das III. Physikalische Institut, Subelektronen und Photophorese sind Thema. Die Vorstufe der heutigen Zentralbibliothek für Physik wird gegründet. Ernst Lecher, Gustav Jäger und Hans Thirring leiten die übrigen Institute, Stefan Meyer das Radiuminstitut, wo es zur Vienna-Cambridge-Controversy kommt und Marietta Blau mit Hertha Wambacher die Zertrümmerungssterne entdeckt. Franziska Seidl kann sich 1933 als erste Physikerin habilitieren. Interessant sind auch Adolf Smekal und Josef Mattauch. Ehrenhaft, der Freund Einsteins, beherbergt internationale Wissenschaftler in seinem Haus. In der wirtschaftlich schwierigen Zwischenkriegszeit werden Antisemitismus und Nationalsozialismus an der Universität Wien immer präsenter, einen ersten Höhepunkt bildet die Entlassungswelle im März 1938. Georg Stetter leitet von 1943 bis 1945 das Vierjahresplaninstitut für Neutronenforschung und entwickelt sein Patent Uranmaschine. Nach dem Krieg kehren Ehrenhaft und Schrödinger zurück, Berta Karlik wird erste Ordinaria an der Universität Wien. Bauliche Tätigkeiten und ein Überblick der Forschungsgebiete der letzten Jahrzehnte bilden den Abschluss des Vortrags. Dauer: 60 Minuten, Sprache: Deutsch
NameSachslehner, Franz
RolleVortragendeR
AktivitätVortrag
VeranstaltungChemisch Physikalische Gesellschaft
StadtWien
LandÖsterreich
Art der VeranstaltungVortragsreihe, Kolloquium
Datum2017.1.24
Keywords:103010 Geschichte der Physik
Keywords:1209 Experimentalphysik