Nachhaltige Entwicklung im Spannungsfeld zwischen patriarchalen Strukturen und reduktionistischem Technikverständnis

AbstraktNachhaltige Entwicklung, wie sie im Brundtland-Papier beschrieben ist, wird von der Geschlechterforschung kritisiert, da sie die Ursache der globalen sozialen, ökologischen und ökonomischen Krise – die Orientierung an Wirtschaftswachstum und technischem Fortschritt -gleichzeitig als deren Lösung propagiert. Ausgehend von dieser Kritik und basierend auf der Forderung der „Women’s Action Agenda 21“ nach einer grundsätzliche Veränderung von ökonomischen Strukturen und politischen Entscheidungsprozessen, wurde auf der Konferenz von Rio (1992) der Begriff „Nachhaltige Entwicklung“ als Resultat einer gelungenen Balance zwischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten rekonzeptualisiert. Dieses Konzept von Nachhaltigkeit wird im von Sparkling Science geförderten Forschungs-Bildungs-Projekt „SOLARbrunn – mit der Sonne in die Zukunft“ aufgegriffen, um in einem interdisziplinären partizipativen Forschungsprozess ein öffentliches Gebäude in ein „green building“ umzuwandeln. Die Arbeit verdeutlichte in eindringlicher Weise, wie patriarchale Machtstrukturen, ein auf Ökonomie und Ökologie verkürztes Verständnis von Nachhaltigkeit sowie das Idealbild des Vollbluttechnikers die Entwicklung nachhaltiger Lösungen behindern.
NameBartosch, Ilse
RolleVortragendeR
AktivitätVortrag
VeranstaltungÖsterreichische Gesellschaft für Geschlechterforschung - ÖGGF
StadtWien
LandÖsterreich
Art der VeranstaltungKonferenz
Datum2016.12.6
Keywords:503013 Fachdidaktik Naturwissenschaften, 504014 Gender Studies
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