300 Jahre Experimentalphysik an der Universität Wien – die Zeit von 1850 – 1920

AbstraktAm 17. Jänner 1850 wurde von Kaiser Franz Josef das Physikalische Institut der Universität Wien genehmigt. Ergänzend zur bestehenden Lehrkanzel Physik mit dem Physikalischen Museum sollte so eine gute experimentelle Physikausbildung der Lehramtskandidaten erfolgen als auch die Forschung gefördert werden. Die Freiheit in Forschung und Lehre trug ihre Früchte. Namen wie Ernst Mach, Josef Loschmidt, Josef Stefan, Ludwig Boltzmann, Viktor von Lang und Ernst Lecher zeugen davon. Zu den internationalen luftelektrischen Messungen von Franz Serafin Exner und seinen Mitarbeitern fügte sich nahtlos das neue Gebiet der Erforschung der Radioaktivität. Schon im Haus Türkenstraße 3 wurden dazu noch vor der Eröffnung des Radiuminstitutes von Egon Schweidler, Stefan Meyer und Viktor Franz Hess wichtige Grundlagen gefunden. Für Hess führte dies zur Entdeckung der kosmischen Höhenstrahlung und zum Nobelpreis. Stolz konnten Lecher, Exner und Hasenöhrl im Jahr 1913 das neue Gebäude der physikalischen Institute auf den Bäckenhäusel-Gründen präsentieren. Beeinträchtigt durch den 1. Weltkrieg folgten bis 1920 bemerkenswerte Arbeiten, z.B. von Felix Ehrenhaft, Friedrich Kohlrausch und Erwin Schrödinger. Dauer: 70 Minuten, Sprache: Deutsch.
NameSachslehner, Franz
RolleVortragendeR
AktivitätVortrag
VeranstaltungChemisch Physikalische Gesellschaft
StadtWien
LandÖsterreich
Art der VeranstaltungVortragsreihe, Kolloquium
Datum2016.6.28
Keywords:103010 Geschichte der Physik